Materialien | Rauschbrille | Einsatzmöglichkeiten

Einsatzmöglichkeiten / beispielhafte Arbeitsfelder

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Rauschbrillen bei Betrieben und Behörden
Der Einsatz der Rauschbrillen ist seit 2003 zum festen Bestandteil von praktischen Aktionen unserer Fachstelle in der betrieblichen Suchtarbeit mit jugendlichen Auszubildenden und erwachsenen Betriebsangehörigen geworden. Etliche Betriebe haben die Rauschbrillen inzwischen getestet und für die Suchtarbeit erworben. Ziel ist es, mit betrieblichen Seminargruppen zum Thema Rausch und Drogenkonsum ins Gespräch zu kommen und die Risiken eines Alkohol- bzw. Drogenrausches näher zu bringen. Aktionstage sind neben der Seminararbeit das häufigste Einsatzgebiet. Erfahrungen aus Betrieben und Behörden zeigen, dass bei Mitarbeitern durch die interessante Erfahrung mit den Rauschbrillen nicht nur Rauschwirkung sondern auch Suchtgefahren und langfristige Schäden durch Alkoholmissbrauch zum Gesprächsthema werden. Beratungs- und Behandlungsangebote werden im Nachzug und als Folge solcher Aktionen aktiver angenommen.
Auszubildende sind die ideale Zielgruppe, um die Themen „Feiern mit Alkohol und Drogen“ und die „Heimfahrt von der Party und der Diskothek“, zu bearbeiten. Die eigene Erfahrung mit der Rauschbrille soll den Auszubildenden im Gedächtnis bleiben und zukünftiges Verhalten beeinflussen.
Andere Themen für die Arbeit mit der Rauschbrille mit allen Betriebsangehörigen sind:
Punktnüchternheit, Restalkohol, Wochenendkonsum als betriebliches Problem, Road-Safety, Ramp-Safety und Nachtarbeit, Arbeit von Zustelldiensten, Kontrollaufgaben (z.B. Reaktorsicherheit oder Flugsicherung) und Drogenkonsum.

 

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Fahrschulen
Thematisierung von Alkohol- und Drogenkonsum in Verbindung mit motorisierter Teilnahme am Straßenverkehr in der Führerscheinausbildung:

- Vermeidung von Rauschfahrten
- Vorbereitung auf Konfliktsituationen wie Gruppendruck usw.
- Ausbildung von Fahrlehrern
- Ausbildung von Berufskraftfahrern
- Ausbildung/Schulung von Peers (gleichaltrigen Trainer) für den
Peer-Education Ansatz in Fahrschulen (z.B. Modellprojekt „PEER-Drive Clean!“
- Kooperation bei Aktionstagen mit Mitarbeitern von Polizei und Verkehrserziehung
- Kooperation mit Verkehrspsychologen und Kursleitern von Nachschulungen und MPU- Vorbereitungskursen

Rauschbrillen in der Präventionsarbeit der Fahrschulen
Hauptzielgruppe für Fahrschulen ist die Altersgruppe der jugendlichen und jungen Erwachsenen von 16 bis 25 Jahre. Damit sprechen die Fahrschulen die Fahrschüler zu einem Zeitpunkt an, an dem sie bereits Erfahrungen mit Alkohol und eventuell auch mit illegalen Drogen haben. Aber auch Erwachsene in Kursen oder Lehrgängen werden von den Fahrschulen erreicht.

Das Konzept Rauschbrillen ermöglicht es die Thematik „Rausch mit Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ punktgenau anzusprechen.

 

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Jugendarbeit
Einsatzgebiet der Rauschbrillen:
Gesundheitsorientierte Jugendarbeit  u. Erlebnispädagogik
Geschlechtsspezifische Jugendarbeit (Mädchen- u. Jungentage)
Suchtprävention mit Gruppen der Jugendberufshilfe
Suchtprävention mit Gruppen in der Heimerziehung

Rauschbrillen in der Jugendarbeit und Heimerziehung
Aufgabe von Angeboten der Jugendarbeit ist es, ihren jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine klare Orientierung im Umgang mit Suchtmitteln zu vermitteln. Der Einsatz der Rauschbrillen bereichert Gesamtkonzepte zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention um eine erlebnisorientierte Komponente.
Alkohol- und Suchtprävention regt an zur kritischen Auseinandersetzung mit legalen und illegalen Suchtstoffen.
Somit richtet sich Alkoholprävention mit Rauschbrillen im Jugendbereich an zwei Hauptzielgruppen:
- nicht-konsumierende Jugendliche
- Jugendliche mit Trink- und Rauscherfahrung
  (konsumbegleitende Angebote)

Viele Jugendeinrichtungen haben die Rauschbrillen inzwischen getestet und setzen diese regelmäßig ein.  Ziel ist es, mit Gruppen zum Thema Rausch und Drogenkonsum ins Gespräch zu kommen und die Risiken eines Alkohol- bzw. Drogenrausches näher zu bringen. Aktionstage zum Thema Gesundheit im Kontext von Ernährung, Bewegung und Entspannung oder mit geschlechtsspezifischer Ausrichtung sind neben der reinen Suchtprävention das häufigste Einsatzgebiet.
Jugendliche sind die perfekte Zielgruppe, um mit Rauschbrillen das Feiern mit Alkohol und Drogen und Risiken bei der Heimfahrt von Party und Disko, zu bearbeiten. Die eigene Erfahrung mit der Rauschbrille bleibt den Jugendlichen im Gedächtnis und beeinflusst zukünftiges Verhalten.


                 

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Krankenkassen

Einsatzgebiet der Rauschbrillen:

  • Gesundheitsorientierte Angebote der Krankenkassen für Schulen und Berufskollegs,
  • Betriebe und Behörden sowie für Mitarbeiter und Auszubildende
  • Beratungs- und Informationsveranstaltungen für Eltern und Angehörige
  • Unterstützung von Familienzentren
  • Rauschbrillen im Kontext von Suchtberatung der Krankenkassen für Jugendliche
  • Einsatz der Rauschbrillen in Unterrichtskonzepte
  • Materialien zur Gesundheitsprävention durch die Krankenkassen
  • Unterstützung von lokalen Initiativen mit Materialien zur Suchtprävention durch Aktionen mit Rauschbrillen oder mit dem Verleih der Rauschbrillen
  • Öffentliche Aktionstage und Veranstaltungen mit Infobereich und Rauschbrillenstation
  • Schulung der eigenen Auszubildenden mit Rauschbrillen und Basismethoden (z.B. Suchtsack / Suchtverlauf) der Alkoholprävention

Rauschbrillen in der Präventionsarbeit der Krankenkassen
Die Krankenkassen reagieren auf die Zunahme von stationären Behandlungen bei alkoholvergifteten Kindern und Jugendlichen.  Ziel ist es, Kinder und Jugendliche durch Information und Aufklärung besser vor alkoholbedingten Gesundheitsschäden und Suchtgefahren zu schützen. Durch Aktionen und Entwicklung von Materialien leisten die Kassen ihren Beitrag, damit Kinder und Jugendliche nicht durch Alkohol und andere Suchtmittel ihre Gesundheit schädigen oder in den Kreislauf der Sucht geraten.

Der Einsatz der Rauschbrillen bereichert Gesamtkonzepte zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention um eine aktive, erlebnisorientierte Komponente. Sie werden inzwischen von vielen Kranken- und Unfallkassen regelmäßig eingesetzt. 


                 

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Schulen
Einsatzgebiet der Rauschbrillen:

  • Unterrichtseinheit Rauschbrillen für Lehrer und Peers
  • Jahrgangsspezifische Präventionstage
  • Suchtwochen zum Thema Alkohol
  • Schulfeiern und Elternabende

Klassenaktionen im Fachunterricht Biologie,Chemie und Sozialkunde oder bei Verfügungsstunden der Klassenlehrer sind in Schulen das Haupteinsatzgebiet der Rauschbrillen. Bei einer Umfrage nach solchen Klassenaktionen unter 150 Schülern unterschiedlicher Schulformen stimmten 91% dem Statement „ Mit den Rauschbrillen das fand ich gut “ voll zu. Mit dieser Note bestätigten sie, dass sie die Übungen gut fanden und dass sie von den simulierten Effekten beeindruckt waren. Auch der Aussage „Durch die Übungen hab ich eine neue Erfahrung gemacht“, stimmten 84% der Schüler zu. Für solche Aktionen gibt es von uns ausgearbeitete Materialien. Lehrer und Schüler als Peer-Educator können sich die Übungen leicht aneignen und erfolgreich vermitteln. Bewährt hat sich ein dreiteiliger Aufbau solcher Aktionen:

  1. Kompakte Basisinformationen zu Fakten über die Substanz Alkohol, die die kognitive Lernebene anspricht (z.B.: Alkoholrausch, Blutalkoholspiegel, Beeinträchtigung und Suchtgefahr)
  2. Diskussion über Konsummotive und Konsumerfahrungen bei Kindern und Jugendlichen und die damit verbundenen Gefühlen wie der Lust an der Grenzerfahrung, Neugierde, Gruppenerwartungen und Gruppendruck.
  3. Praktische interaktive Übungen mit den Rauschbrillen. Es können unterschiedliche Beeinträchtigungen durch Alkoholrausch erlebbar gemacht werden. Kurze Auswertungsfragen und eine Abschlussrunde nehmen Bezug auf alle drei Erfahrungsebenen der Aktion.

Bei Projektwochen zum Thema Sucht und speziellen Aktionstagen können die Rauschbrillen auch zur vertiefenden, erlebnisorientierten Arbeit in das Programm integriert werden.

Bei Schulhofaktionen, Schulfesten und Elternveranstaltungen besteht die Möglichkeit, auch Übungen mit der Brille für die Eltern anzubieten.