Alkoholprävention vor Ort

Suchtprävention in Betrieben

pfeilUnser Seminarangebot
pfeilDie Methodik
pfeilDer Aufwand

Nach Schätzungen in Fachkreisen sind ca. 5 – 8 % aller Beschäftigten in Betrieben suchtkrank und weitere 10 % sind suchtgefährdet. Drogenkonsum am Arbeitsplatz vermindert Reaktionsfähigkeit und Konzentration, damit stören sie nachhaltig die betrieblichen Abläufe.

Jeder 5. Arbeitsunfall ist alkoholbedingt. So wurde in Modellrechungen aus den USA festgestellt, daß suchtkranke Beschäftigte 16 mal höhere Fehlzeiten aufweisen. Sie sind 2,5 mal häufiger krankgeschrieben und 3,5 mal öfter in Unfälle verwickelt.

Der arbeitswirtschaftliche Schaden, der durch Sucht am Arbeits­platz entsteht, ist enorm. Investitionen in die innerbetriebliche Suchtprävention, insbesondere in die Fortbildung von Führungskräften, lohnen sich für Unternehmen ebenso wie die symptoma­tische Behandlung suchtmittelabhängiger Beschäftigter.

Bisher ging es bei dem Thema „Sucht am Arbeitsplatz“ vorrangig um die Problematik von alkoholabhängigen Mitarbeitern. Inzwischen zeigt sich jedoch, daß auch Phänomene wie Abhängigkeit von Medikamenten, Über– und Untergewicht als Ausdruck von gestörtem Eßverhalten sowie der Gebrauch von Designerdrogen Berücksichtigung finden müssen. Dies gilt in besonderem Maße für jüngere Mitarbeiter.

Erfolgreiche Unternehmen legen inzwischen Wert auf frühzeitig wirkende Präventionsstrategien nach fachlich definierten Standards. Als effizienter Teil eines betrieblichen Qualitätssicherungssystems greifen sie am besten schon kurz nach Eintritt von neuen Mitarbeitern und Auszubildenden in das Unternehmen.

Unser Seminarangebot
Als Voraussetzung für eine gute betriebliche Suchtprävention empfehlen wir eine zeitlich versetzte, inhaltlich aufeinander aufbauende Schulung von Grundlagen und Informationen über denkbare Interventionsstrategien  für die jeweiligen Ziel­gruppen.

Vermittelt werden in der Regel Inhalte und Techniken, die Hintergründe von Sucht und deren Ausprägung sichtbar und verständlich machen. Diese ermöglichen für persönlich Betroffene und deren Ansprechpartner im Betrieb einen sensiblen Umgang mit der Thematik und zeigen konkrete Wege im Umgang mit  Auffälligkeiten.


arrowSeminar A
Grundlagen und Entstehen von Sucht und Süchten
Chancen der Prävention

Dauer: 2 Stunden

Das Seminar für Vorgesetzte vermittelt Informationen zu Konsum und Missbrauch von Substanzen und daraus resultierende Suchtprobleme ( Begriffsdefinitionen, Ursachen und Erscheinungsformen von Sucht, Folgen und Gefahren von Abhängigkeit ).

Arbeitsinhalte

  1. Eigene Einstellungen zu Suchtmitteln und deren Gebrauch
  2. Kulturhistorische und gesellschaftliche Zusammenhänge
  3. Erarbeitung und Vertiefung theoretischer Grundlagen
  4. Bewertung von Genusskompetenz und Risikokompetenz
  5. Reflektion der eigenen Genußfähigkeit
  6. Informationen insbesondere zu Onlinesucht und Alkoholabhängigkeit
  7. Motive von Konsum verstehen und Abhängigkeiten erkennen
  8. Betriebliche Suchtprävention als Gesundheitsförderung im Betrieb Suchtmittelgebrauch und Arbeitssicherheit
  9. Erarbeitung von Vorschlägen und Strategien für die Praxis

arrowSeminar B
Kurzintervention / early intervention
Dauer: 4 Stunden
Teilnehmer: 12 – 16

In dem auf Seminar A aufbauenden zweiten Seminarteil für Vorgesetzte geht es um Suchtprävention in der betrieblichen Praxis.

Arbeitsinhalte

  • Erarbeitung eines Konzeptes zur personalen Intervention bei Auffälligkeit
  • Motivierende Gesprächsführung und Kurzintervention
    ( Frames, Umgang mit Widerstand und Ambivalenzen, Fragetechniken )
  • Interne und externe Vernetzung als Voraussetzung zur Absicherung der Konzeption
  • Kennenlernen und Nutzen des Hilfssystems
  • Erarbeitung von Inhalten durch Theorie – Input, Arbeitsmaterialien und Seminarmethoden
  • Übungen zur Gesprächsführung
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Die Methodik
Die Arbeit der Drogenhilfe Köln als einer der ältesten und erfahrensten Träger im Bereich der Suchtsvorbeugung und Suchthilfe in NRW basiert auf fundiertem empirischem Wissen und fachlichen Wertvorstellungen.
Sucht ist eine multifaktoriell bedingte Erkrankung. In Kenntnis dieses Phänomens gilt für eine wirksame Suchtprävention, so früh wie möglich anzusetzen und auch Kontinuität zu sichern. Unsere Arbeitsmethodik verläuft zielgruppenspezifisch, ursachengerecht und erlebnisorientiert. Um wirklich umfassend vorgehen zu können, ist nicht nur die Verhaltens­ebene, sondern es sind auch die jeweiligen Verhältnisse einzubeziehen.

Unsere Arbeitsweise entspricht der vorgegebenen Arbeitsmethodik. Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Seminarkonzeption ist der enge Bezug zur Praxis mit dem Transfer theoretisch erworbenen Wissens. Alle Seminare werden auf Grundlage moderner Erwachsenenbildung durchgeführt, wobei Methodenvielfalt ein wesentliches Charakteristikum unserer Fortbildungen darstellt.

Wir achten auf eine lebendige Mischung aus Vorträgen, Medieneinsatz und Spielräumen für Erfahrungsaustausch und Diskussion.

Neben den verschiedenen Formen der Einzel– und Gruppenarbeit wird
– je nach Themenschwerpunkt – mit Rollenspielen, Fallbesprechungen sowie mit Anleihen aus der Erlebnis– und Theaterpädagogik gearbeitet, aber auch Elemente aus der Tanz– und Bewegungspädagogik kommen zum Einsatz.

 

Der Aufwand
Die Durchführung der Seminare obliegt in der Regel einem Referenten, nur die Konzeption des Seminar B fordert die Anwesenheit einer zweiten Person, die aktiv und unterstützend für die Teilnehmer tätig wird.

blankKontakt
blank& weitere
blankInformationen

Anne Kreft,
Diplom-Sozialarbeiterin · Spiel- und Theaterpädagogin
Dozentin KatHO Köln

Tel.: 02233/99444-14
Email: a.kreft@drogenhilfe.koeln

 

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